Wie ich zum Langzeitstillen kam

Ich hatte drei Wochen vor Lisas Geburt Zeit, die Stillprobleme anderer Mütter im Krankenhaus mitzubekommen. Ich dachte mir damals nur oje... aber ich wollte es auf alle Fälle versuchen. Hatte ich mir schon in der Schwangerschaft vorgenommen.

Am 19.12.98 war es dann soweit. Lisa machte sich auf den Weg - nur klappt es nicht so, wie sie mit ihrem Dickkopf wollte - Kaiserschnitt. Das Anlegen erfolgte nicht direkt danach...war ehrlich gesagt auch nicht traurig darüber...nach über 9 Stunden fast ununterbrochener Wehen.

So wurde mir Lisa das erste Mal am nächsten Tag gebracht. Sie schnappte sich meine Brustwarzen als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

Ich hatte mir erstmal vorgenommen ein paar Monate zu stillen. Es klappte wunderbar. Also wurde ein halbes Jahr daraus. Bekannte meinten zu mir, wenn es so gut funktioniert, solle ich doch ein Jahr stillen. Lisa hatte bis zum 9. Monate sämtliche Beikost verweigert.

Das erste Jahr kam und ging.

Lisa ist jetzt 17 Monate alt und liebt ihre Mumi immer noch heiß und innig.Ich kann mich zu den Glücklichen zählen, die gerade mal zwei kleine Milchstaus in der ganzen Stillzeit mitgemacht haben. Es gibt für mich kein besseres Mittel, ein hungriges, durstiges oder aus welchen Gründen auch immer quengelndes Kleinkind zu beruhigen als mit Stillen.


Marlene mit Lisa

geschrieben im Mai 2000

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